Der Leitgedanke des Entwurfs ist die Ausbildung eines Besucherzentrums, welches Orientierung über das gesamte Ausgrabungsgebiet erzeugt. Form und Material des Gebäudes erinnern dezent an die temporären Schutzhüllen der Ausgrabungsstätten. Beginnend beim Dach zieht sich die Schutzhülle mit abfallendem Volumen über die Ausgrabungen und nimmt Bezug zum Erdniveau. So wird der Blick des Betrachters aufgefangen und auf die Ausgrabungen gelenkt. Von der Hauptansicht des Gebäudes wird die Form der Leitsysteme abgeleitet, Farbe und Schriftzug orientieren sich am vorhandenen Logo. Das Erscheinungsbild der äußeren Hülle wird also aufgegriffen und ins Innere übertragen und ergibt so ein schlüssiges Corporate Identity.
Der Parkplatz ist südwestlich vom Besucherzentrum situiert, dieser Bereich ist im wesendlichen in zwei Bereiche unterteilt. Im Ersten sind 150 PKW- Stellplätze und 10 Stellplätze für Busse vorgesehen, zusätzlich eine Sammelstelle für die darin befindlichen Personen. Der zweite Bereich bietet 350 PKW- Stellplätze und ist optional auf 500 Plätze erweiterbar. Von der Sammelstelle aus soll der Besucherstrom über eine Brücke vom Parkplatz zum Besucherzentrum geführt werden. Dieser gesicherte Zugang führt zum Eingang im Obergeschoss, und wird als Rampe ausgeführt.
Über eine einläufige Außenstiege ist der Vorplatz im Obergeschoss mit der Eingangsebene verbunden. Westlich vom Besucherzentrum verbindet eine Brücke den Steg mit dem fußläufigen Rundweg Palastruine. Ein weiterer Zugang befindet sich in der Eingangsebene, die Einfriedung wird an zwei Stellen geöffnet, über einen breiten Steg gelangt man ins Gebäude.
Adresse: Petronell, Österreich
Architektur: TREUSCH architecture (Andreas Treusch)
Wettbewerb: 2008



